Mauerfragmente

Partizipative Installation im Stadtraum zum Thema Mauerfall

Mauerfragmente beabsichtigt in Form einer kulturellen Intervention im Stadtraum Passanten während der Überschreitung des ehemaligen Mauerstreifens die Frage nach deren persönlichen Erinnerung an die Berliner Mauer zu stellen.

Mauerfragmente will dabei auf den Verbleib der Berliner Mauer und deren Resten als wichtiges Monument der deutschen Geschichte hinweisen. Die Frage nach dem Verbleib der Mauerreste ermöglicht einen ersten Einstieg für weitere Gedanken zu den Ereignissen und Opfern an bzw. hinter der Berliner Mauer. Aus einer Bilderserie von Mauerfragmenten an verschiedenen Orten in Berlin wurde aus 50 Einzelmotiven in Anlehnung an die Idee des Gesellschaftsspielklassikers „Memory“ eine partizipative Installation entwickelt. Die schwierige Aufgabe die zum Teil sehr ähnlichen Bildmotive zueinander zuzuordnen steht symbolisch für die Komplexität und Schwierigkeit der kollektiven Erinnerung zum Thema der innerdeutschen Teilung und jüngeren deutschen Geschichte in unserer Gesellschaft.

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09.11.2010 “Mauerfragmente” Brandenburger Tor
09.11.2009 “Mauerfragmente” Bernauer Straße

Hintergrund zu Mauerfragmente
Auch ein Jahr nach dem mit einem großen Festakt begangenen 20jährigen Jubiläum zum Fall der Berliner Mauer stellt sich die Frage wieso an vielen Orten Berlins die einstige Teilung dieser Stadt kaum mehr ablesbar ist.

Der Verlauf der Berliner Mauer als steinerne Realität des Kalten Krieges verschwand und verschwindet zusehends aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Gleichzeitig halten Schüler in einer im Jahr 2007 durchgeführten Befragung Erich Honecker für einen Altkanzler der Bundesrepublik Deutschland und Konrad Adenauer im Gegenzug für einen ehemaligen Politiker der DDR. Hier stellt sich dem Verfasser dieser Arbeit die Frage nach fassbaren Erinnerungen in Form von alltäglichen Erfahrungen mit Zeitzeugnissen der jüngeren deutschen Geschichte sowie nach dem Umgang mit der innerstädtischen Fläche des ehemaligen Mauerstreifens.

Jedes einzelne Mauersegment steht hierbei symbolisch als Metapher für Erinnerung, Bewahrung aber auch Vergessen und Verdrängung. Während einige wenige Fragmente der originalen Mauer noch heute im Stadtbild erlebbar sind, wurden andere als private Trophäen gesammelt oder zu kleinteiligen Souvenirs verarbeitet. Der größte Teil der abgebauten Mauersegmente wurde jedoch nach dem Abriss zerkleinert und im Straßenbau eingesetzt.

Mauerfragmente 9.11.2010
Die Installation Mauerfragmente wurde erstmalig am 09.11.2009 auf dem ehemaligen Mauerstreifen in der Bernauer Straße durchgeführt. Dieses Jahr wurde Mauerfragmente am 09.11.2010 vor dem Brandenburger Tor auf dem Platz des 18. März in der Zeit von 13 bis 16 h gespielt.

Zum Mauerfragmente homepage HIER
Die 50 Mauerfragmente Bildmotive finden sie HIER

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